Haemophilus influenzae Typ B (Hib)

Bei Heamophilus influenza Typ B handelt es sich um ein Bakterium, welches eine Hirnhaut- und Kehlkopfentzündung verursachen kann. Hib ist eine eher unbekannte Krankheit. Besonders bei Säuglingen und Kleinkindern kann es gehäuft zu einem schweren Verlauf kommen. Bei Komplikationen kann eine Kehlkopfdeckelentzündung unbehandelt zu Erstickung führen. Das Bakterium wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Infizierte verteilen den Erreger durch die Luft beim Sprechen, Husten und Niesen. Durch das einatmen der Viren können sich weitere Menschen infizieren. Eine Übertragung durch Gegenstände ist ebenfalls möglich.


HINWEIS: Sollte sich durch eine Infektion mit dem Hib-Bakterien eine Hirnhautentzündung entwickeln, erkennt man dies an folgenden Symptomen: Fieber, Erbrechen, Krämpfe und Kopfschmerzen. Bei einer bakteriell bedingten Hirnhautentzündung sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden.

Die Behandlung von Hib sieht eine Antibiotika-Therapie vor, jedoch wird die Therapie dadurch erschwert, dass nicht alle Hib-Stämme auf die Antibiotika-Therapie anspringen. Bleibt eine Infektion unbehandelt, kann es Folgeschäden wie Hörschöden oder Entwicklungsstörungen mit sich bringen. Des Weiteren können Betroffene auch eine Blutvergiftung entwickeln. Im schlimmsten Fall kann eine unbehandelte Infektion mit dem Tod enden.

Aufgrund der schweren Behandlung hat die STIKO 1990 eine Impfempfehlung für alle Säuglinge und Kleinkinder ausgesprochen (etwa 50 Prozent aller Hib-Hirnhautentzündungen betreffen Säuglinge im ersten Lebensjahr). Infolge dieser Empfehlung konnte die Ausbreitung von Hib bei Säuglingen stark reduziert werden, mittlerweile tritt die Krankheit überwiegend bei Senioren und bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem auf. Die Hib-Impfung ist Bestandteil der Sechsfachimpfung welche, auch Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung, Keuchhusten und Hepatitis enthält. Der Impfschutz ist sehr zuverlässig und muss in der Regel nicht mehr aufgefrischt werden. Nebenwirkungen hängen von der Kombination der Impfstoffe ab. Bei der Sechsfachimpfung empfiehlt die STIKO die Impfung nach dem neuen reduzierten 2+1 Impfschema. Die ersten beiden Impfungen werden im Alter von zwei bis vier Monaten und die dritte Impfung im Alter von 11 Monaten verabreicht. Die Impfung wird von Kinderärzten durchgeführt, welche auch den optimalen Zeitpunkt einer Impfung festlegen, um ein möglichst effizientes Ergebnis zu erlangen. Die Sechsfachimpfung ist in der Regel gut verträglich. Häufige Impfreaktionen können Rötungen und Schwellung der Einstichstelle sein, welche schmerzen können.

Ein verpasster Impftermin sollte so bald wie möglich nachgeholt werden, da der Impfschutz gegen Hib für Kinder unter 5 Jahren empfohlen wird.

Zusammenfassung:

Inkubationszeit: Nicht genau bekannt

Symptome: Es kommt zu Entzündungen im Rachenraum, in der Lunge, in den Ohren, zu Nasen-nebenhöhlen-Entzündungen und zu Entzündungen im Kehlkopf. Besonders gefährlich sind Hirnhautentzündungen, die zu einer Schädigung des Gehirns und des Rückenmarks führen können. Andere Symptome wie Husten, Fieber, Schnupfen und Kopfschmerzen treten ebenfalls auf.

Behandlung: Antibiotika

Erreger: Bakterium (Heamophilus influenzae Typ b)

Infektionsweg: Tröpfcheninfektion

Lernmaterial:

Quellen:

Ommen, Oliver (o.J.): Hib- Impfung bei Kindern, URL: https://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-kinder-0-12-jahre/hib-haemophilus-influenzae-b.html, Aufruf am 16.07.2020.

May, Petra (2020): Haemophilus influenzae Typ b- Impfung (Hib), URL: https://www.netdoktor.de/impfungen/haemophilus-influenzae-typ-b-impfung/, Aufruf am 16.07.2020.

Veröffentlicht in Hib.